Verlegung einer Stolperschwelle in Nossen im Gedenken an NS-Zwangsarbeit
Am Samstag, 20. September 2025, um 13:30 Uhr, verlegen der Erich-Zeigner-Haus e.V. gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Nossen eine Stolperschwelle an der ehemaligen Klostermühle (Nossen/Altzella).
Die Schwelle erinnert am historischen Ort an das KZ-Außenlager Nossen, in dem zwischen Oktober 1944 und April 1945 rund 650 Häftlinge zur Zwangsarbeit – u. a. für die Firma Warsitz und die Ebro-Werke in Roßwein – gezwungen wurden. In dieser kurzen Zeit kamen über 100 Menschen ums Leben. Stolperschwellen markieren – anders als die biografisch ausgerichteten Stolpersteine – Orte systematischer NS-Gewalt direkt am Tatort und laden zum Innehalten ein.
Im Anschluss an die Verlegung wird vor Ort eine Informationstafel eingeweiht, die die Geschichte des KZ-Außenlagers, der Zwangsarbeit in der Region und das Schicksal im Projekt recherchierter Häftlinge erläutert. Die Tafel wurde u. a. von der Firma Ebro Armaturen, dem Nachfolgeunternehmen der damaligen Ebro-Werke, mitfinanziert.
Die Projektgruppe lädt Sie herzlich ein, bei der Gedenkfeier am 20. September 2025 um 13:30 Uhr an der ehemaligen Klostermühle (Zellaer Straße 20, 01683 Nossen) dabei zu sein.
Das Projekt wird gefördert durch das Förderprogramm „Weltoffenes Sachsen“.