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Stadtverwaltung Nossen
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So sehe ich das ...

Samstag, 31. Dezember 2011 um 15:30

Die Bühne und die Weihnachtsmarktbuden sind abgebaut. Wir hatten 2011 endlich mal etwas mehr Glück mit dem Wetter bei unseren Festen – ob Badfest, Weinfest oder Weihnachtsmarkt - es passte immer. Mehrere Nossener sprachen mich an, dass sie das schöne Stück Weihnachtsmarkt an der Kirche vermissen. In diesem Zusammenhang kursierte ein Gerücht, dass sich der Gewerbeverein auflösen würde und deshalb der Weihnachtsmarkt verkleinert sei. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Auch ich finde es sehr schade, dass der etwas andere Weihnachtsmarkt an der Kirche bereits zum zweiten Mal nicht mehr zu sehen war – stellte er doch immer etwas Besonderes dar. Dieser wurde vom Tourismusverein organisiert und aufgebaut. Doch der Tourismusverein (und nicht der Gewerbeverein) hat sich bereits zum Jahresende 2010 aufgelöst. Weder dem Tourismusverein noch der Stadtverwaltung gelang es, einen anderen Träger für diesen Teil unseres Weihnachtsmarktes zu finden. Eine Vielzahl von Gesprächen wurde geführt, aber leider konnte kein anderer Verein diese Aufgabe übernehmen. Auch der Stadtverwaltung war eine Erweiterung des bisherigen Bereichs ohne umfangreiche Unterstützung eines weiteren Vereins insbesondere aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Derzeit besteht der Wunsch, in Zusammenarbeit mit den Gewerbetreibenden der inneren Waldheimer Straße und eventuell mit Unterstützung des Kulturvereins die Angebote in diesem Bereich zu erweitern und ich hoffe, dass sich das in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird. Aber Sie können sich sicherlich vorstellen, dass die Organisation und Durchführung solcher Veranstaltung viel ehrenamtliche Arbeit erfordert, die nur durch engagierte Mitwirkende geleistet werden kann. Mit dem Gewerbeverein hat die Stadt beim Weihnachtsmarkt, beim Badfest und beim Maibaumfest einen solchen engagierten und verlässlichen Partner und das entgegen der Gerüchteküche bestimmt noch viele Jahre. Beim Weinfest verhalf das überragende Wetter dem Versuch, bereits am Freitag mit dem gesamten Angebot zu beginnen, zu einem vollen Erfolg. Das Fassungsvermögen der Waldheimer Straße geriet an seine Grenzen und alle hoffen, dass dies auch zukünftig durchzuhalten ist. Längst ist das Weinfest ein fester Bestandteil des städtischen Lebens geworden. Auch dieses Fest gibt es nur dank des ehrenamtlichen Einsatzes des Kulturvereins und vieler Helfer. Mein Dank gilt deshalb an dieser Stelle all denen, die auch 2011 wieder in unseren Vereinen, in unserer Feuerwehr und an vielen anderen Stellen ihre Zeit und ihre Kraft für unsere Stadt und das Miteinander eingesetzt haben. Sie sorgen dafür, dass Nossen so lebens- und liebenswert ist, wie wir es kennen. Vielen Dank! Aber gerade unsere Vereine benötigen weitere Unterstützung. Und wenn Sie liebe Leserin, lieber Leser mithelfen möchten, dass das breite Angebot in unserer Stadt erhalten oder gar ausgebaut werden kann, dann melden Sie sich bei uns und machen Sie mit – Sie werden gebraucht!

Unsere Baumaßnahmen waren 2011 gewaltig. Sie standen immer wieder in der Presse und im Amtsblatt, deshalb seien sie hier nur kurz erwähnt:

Fertiggestellt wurde der Schulhof der Mittelschule, die Sanierung der Anlage am Kriegerdenkmal auf dem alten Friedhof, die Brücke am Steinberg über den Eulabach, eine Stützmauer am Deutschenboraer Bach beim Feuerwehrgerätehaus, die Straße am Elgersdorfer Berg, ein Teilstück der Vorwerkstraße im Gewerbegebiet Heynitz-Lehden, die Straße Am Mühlholz in Deutschenbora, der Ausbau der Ortslage Mahlitzsch mit Straße, Entwässerung und Beleuchtung, der erste Bauabschnitt des Schmutzwasserkanals in Zella und natürlich unser neuer Kindergarten am Kirschberg. Begonnen haben wir die beiden Großbaustellen Feuerwehrgerätehaus Nossen und Sachsenhof und mit großer Unterstützung der Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft bauen die Mitglieder des Museumsvereins in Eigeninitiative das Gebäude Freiberger Straße 20 zu einem neuen Heimatmuseum aus.

Was liegt vor uns? In den vergangenen Jahren hatte ich um diese Zeit immer schon den Entwurf des neuen Haushaltsplanes auf dem Tisch. Wegen vieler längerer krankheitsbedingter Ausfälle im Rathaus hinken wir damit dem Zeitplan gehörig hinterher. Das wird aber unseren Vorhaben nicht im Wege stehen. Denn natürlich sollen im kommenden Jahr das Feuerwehrgerätehaus und der Sachsenhof fertiggestellt werden. Wir wollen die Straße zur Siedlung in Eula grundhaft ausbauen und dabei auch 6 Bauparzellen erschließen. Im Wohngebiet Augustusberg soll die zweite Erschließungsstraße in Angriff genommen werden, für die dortigen Bauparzellen gibt es bereits mehrere Interessenten. Der zweite Bauabschnitt Kanalbau Zella soll erfolgen, das Planschbecken im Volksbad ist vorgesehen und auch der Schulhof der Grundschule steht auf dem Programm. Wenn Fördermittel zugesagt werden, dann haben wir vor, mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses Deutschenbora zu beginnen und endlich den Spielplatz in Wendischbora zu errichten. Wir werden in unsere Planungen erneut die Kosten für die Beleuchtung und den Geh- und Radweg an der B 101 durch Eula aufnehmen und auch die für die Straße Am Waldgraben und für einen landwirtschaftlichen Weg von Wendischbora zur Autobahnbrücke am Lindigt, der gleichzeitig von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Weiterhin wollen Fördermittel für den Ausbau der Ortslage Wunschwitz und für die Talstraße beantragen. Insgesamt wird es nicht weniger als 2011 sein, denn Sie sehen, auch im neuen Jahr haben wir ein anspruchsvolles Programm.

Ihnen liebe Bürgerinnen und Bürger wünsche ich für das neue Jahr 2012 auch im Namen des Stadtrates und der Stadtverwaltung alles Gute, Gesundheit, viel Kraft, Zufriedenheit und Erfolg im Beruf und im privaten Leben.

Ihr Bürgermeister
Uwe Anke

 
 

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